Der Autor (Harrison hxa7241 Ainsworth) war mit der Herausforderung konfrontiert, einen schnellen Renderer in nur etwa 3 Monaten zu realisieren. Herausgekommen ist eine C++-Implementierung eines optimierenden Ray-Tracers bestehend aus etwa 570 Zeilen Code und intensiven Einsatz der STL.
Der Renderer ist zugleich ein gutes Demonstrationsbeispiel für die hohe Performanz von gut implementierten und kompilierten C++ Code. Im Vergleich zu der C++ Implementierung sind Portierungen auf andere Sprachen (OCaml, Scala, Lua, Python, Ruby und Flex) entweder nur geringfügigig oder sogar sehr viel langsamer. Während OCaml und Scala im Vergleich noch recht gut abschnitten (Faktoren 2.3 bzw. 6.7 gegenüber C++), ist Ruby 218-fach langsamer als die C++-Implementierung. Sicherlich ist bei den anderen Implementierungen noch Potenzial für Optimierungen vorhanden, zudem darf man gerechterweise kompilierte (C++) und interpretierte Sprachen (wie Ruby) nicht über einen Kamm scheren. Alle Sprachen haben ihre Vor- und Nachteile und man sollte sich bei der Auswahl immer für die Programmiersprache entscheiden, die ein Problem am adäquatesten löst.
Dennoch ist MINILIGHT ein sehr schönes Beispiel für die hohe Leistungsfähigkeit von C++ und den existierenden, optimierenden Compilern.




